AI Service Desk Autopilot verbindet Tickets, Serverdiagnose und Tätigkeitsberichte in einem gemeinsamen Arbeitsplatz für Techniker. Das Projekt entstand für die techbold-Challenge beim START Hack Vienna 2026. Es gewann die Challenge und den ElevenLabs-Sonderpreis für den besten Einsatz von Sprache.
Vom Ticket zum Tätigkeitsbericht
Der Agent übernimmt ein Ticket aus Phoenix ERP und verbindet sich per SSH mit dem Linux-Server des Kunden. Er sammelt Kontext, versucht den Fehler nachzustellen und schlägt nach Plausibilität geordnete Ursachen vor. Der Techniker wählt eine Hypothese, ergänzt einen Hinweis oder formuliert eine eigene Vermutung.
Die Untersuchung läuft in einer durchgehenden Agentenschleife. Bestätigt sich eine Vermutung nicht, überarbeitet der Agent sie. Vor einer Reparatur prüft der Techniker einen Plan mit Befehlen, Prüfschritten und einem Vorgehen zum Rückgängigmachen. Anschließend kontrolliert der Agent das Ergebnis und entwirft einen Tätigkeitsbericht. Der Techniker kann ihn vor der Übernahme ins ERP überarbeiten.
Freigabe vor der Ausführung
Eine regelbasierte Sicherheitsschicht prüft Befehle sowohl beim Werkzeugaufruf als auch bei der SSH-Ausführung. Explizit erlaubte Lesebefehle können automatisch laufen, wenn der Techniker diese Option aktiviert. Andere Befehle warten auf Freigabe. Gesperrte Operationen lassen sich auch durch den Techniker nicht freigeben. Die Schicht übernimmt außerdem das Maskieren sensibler Ausgaben.
Techniker können vorgeschlagene Befehle ändern oder ablehnen, bei offenen Entscheidungen eingreifen, den Lauf stoppen oder parallel ein manuelles SSH-Terminal verwenden. Das Sprachmodell entscheidet nicht selbst über seine Berechtigungen.
Sprachsteuerung mit denselben Freigaben
Mit dem ElevenLabs-Assistenten können Techniker den Status abfragen, Hypothesen auswählen, ausstehende Befehle prüfen und einen Lauf per Sprache stoppen. Gesprochene Aktionen durchlaufen dieselben Freigaben wie Eingaben in der Oberfläche. Vor einer Freigabe liest der Assistent den Befehl vor und fragt nach einer ausdrücklichen Bestätigung.
Das Backend erzeugt eine kurz gültige, signierte Verbindungs-URL. Der ElevenLabs-API-Schlüssel bleibt dadurch außerhalb des Browsers. Ohne eingerichtete Sprachsteuerung bleibt der übrige Arbeitsplatz nutzbar.
Technische Umsetzung
Das Frontend nutzt React, Vite und ein xterm-Terminal. Das Python-Backend bindet Phoenix ERP an, führt SSH-Sitzungen über AsyncSSH aus und verwaltet die Agentenschleife samt Freigaben. Docker Compose startet beide Dienste. Ein nachgebildetes Phoenix ERP ermöglicht lokale Entwicklung und Tests ohne Verbindung zum echten ERP.